| Die Etagenheizung aus Forst (daher auch Forsterheizung genannt) gehörte zu einer der am weitesten verbreiteten Heizsysteme in der DDR. Die Heizung wurde als Selbstbausatz zur Wohnungsmodernisierung aber auch zum Neubau vertrieben. Sie arbeitet nach dem Prinzip einer Waagerechten Einrohr-Pumpenheizung mit offenem Ausdehnungsgefäß. Die große Auswahl an Wärmeerzeugern erlaubte einen vielseitigen Einsatz. Als Feststoffkessel wurden Kessel mit Leistungen von 5, 9,14, 17 und 21 kW als Pumpenheizung sowie ein 15 kW Schwerkraftkessel mit oberem Abbrand und einem 21 kW Kessel mit unterem Abbrand angeboten. Ein Wärmeerzeuger mit Gasfeuerung 17 kW und ein Warmwasserbereiter 120 Liter für Heizungs- und Elektrobetrieb rundeten die Produktpalette ab. Im Lieferumfang des Selbstbausatzes waren auch Plattenheizkörper, Konvektortruhen, Heizkörperventile (Kurzschlußstrecken) und ein Rohrsystem aus Präzisionsstahlrohr. Die Beschränkung auf einen einheitlichen Rohrdurchmesser von DA 15 mm machte die Projektierung der Heizung mit Hilfe einer mitgelieferten Berechnungsanleitung auch für den Laien möglich.
Da bis zum heutigen Tag noch viele Kessel in Betrieb sind, halten wir ein gewisses Sortiment an Ersatzteilen noch lagermäßig.
Einzelne Unterlagen wie Einbauvorschriften und Bedienungs- und Berechnungsanleitungen sind bei uns als Kopie oder Nachdruck erhältlich.
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| Drehrost 9, 14, 17 kW |
Strahlplatte |
Rost, 21 kW |
Im März 2010 ist die erste Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetz in Kraft getreten. Nach dieser Verordnung müssen alle Festbrennstoffkessel Grenzwerte für Staub und CO einhalten. Heizkessel mit oberem Abbrand, wie der alte Etagenkessel aus Forst, können die geforderten Werte nicht erreichen. Alle Heizkessel, die vor dem 01.01.1995 eingebaut wurden, müssen aber ab dem 01.01.2015 die geforderten Werte einhalten. Sollte bis dahin kein Abgasfilter auf dem Markt sein, würde dieses das Aus für die Forster Heizkessel bedeuten.
Um den künftigen Anforderungen gerecht zu werden, wurde der neue Etagenheizkessel zum Heizen mit Braunkohlebrikett entwickelt. Er kann als Austauschkessel aber auch als Neuanlage installiert werden.
Der neue Etagenheizkessel ist von den Maßen her mit dem alten Kessel 17 kW bzw. 21 kW identisch (659 x 1100 x 585 mm BHT). Die Kessel 9 kW und 14 kW haben die gleiche Grundfläche sind nur etwas niedriger. Die Anschlüsse für Ausdehnungsgefäß und Heizkreise sind wie bei den bisherigen Kesseln angeordnet, so das der Umbau der Anlage mit einem einfachen Kesseltausch ohne große Umbauten möglich ist, sofern der Wärmebedarf des Gebäudes dies zulässt.
Im Zweifelsfall fragen sie Ihren Schornsteinfeger.
Der neue Etagenheizkessel wird mit 3 oder 4 Heizkreisen, identisch mit den Anschlüssen der alten Kessel angeboten.
Dieser Kessel hat eine emissionsarme Verbrennung, gemäß den neusten gesetzlichen Vorgaben. Er ist geprüft gemäß 1.BImSchV, ist gebaut nach DIN 4702 1 + 4 und EN 303 Teil 5 und hat das Ü – Zeichen. Mit Einführung dieses Kessels ist der Weiterbestand der Forster Etagenheizung gesichert. |

Heizkessel aus DDR-Produktion
14 kW, offene Anlage
Innenkessel 1989 1.2.3 - 14 kW
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